Drehstart für internationale Serienproduktion „Der Krieg und Ich“
25. August 2017 - 9:30

Drehstart für internationale Serienproduktion „Der Krieg und Ich“

Bombenhagel, Flucht, Holocaust: „Der Krieg und Ich – Kindheit im Zweiten Weltkrieg“ ist eine neue Drama-Serie für Kinder. Erstmals erzählt eine internationale Serie, wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erleben – aus der Perspektive der Jüngsten und für ein Publikum ab 8 Jahren. Die Geschichten basieren auf Tagebüchern und Biographien von Kindern in ganz Europa aus der Zeit zwischen 1938 und 1945.

In Schloss Blankenhain bei Crimmitschau beginnen am 30. August die Dreharbeiten für die 8-teilige Serie, die Südwestrundfunk (SWR) und LOOKSfilm gemeinsam mit weiteren Partnern produzieren.  Vor der Kamera steht ein internationales Ensemble. Gedreht wird in der Originalsprache der Charaktere aus Deutschland, Polen, Frankreich, Russland, Norwegen, Großbritannien und Tschechien. Aus Deutschland sind unter anderem dabei: Florian Lukas („Weissensee“, „Good Bye Lenin!“), Marie-Lou Sellem („Tatort“), Jutta Wachowiak („König Drosselbart“, „Nikolaikirche“, „Soko Leipzig“) und bekannte Kinderdarsteller wie Arved Friese („Timm Thaler“), Anton Petzold („Rico, Oskar und die Tieferschatten“) und Gwendolyn Göbel („Tschick“). Der Produktion ist es gelungen, die erforderlichen Motive, seien es norwegische Fjorde, schottische Küste oder die kasachische Steppe in Mitteldeutschland und im Harz zu finden. Die internationale Erstausstrahlung wird im November 2018 in KiKA sein.

Der SWR möchte als öffentlich-rechtlicher Sender mit diesem Projekt Kindern nicht nur historisches Wissen vermitteln, sondern aus Kindersicht durch Krieg und Gewalt ausgelöste menschliche Konflikte erzählen. Das Thema hat für den SWR eine aktuelle Dimension: „Dürfen wir Kinder mit Krieg oder Holocaust konfrontieren? Ja, als öffentlich-rechtlicher Sender müssen wir es sogar. Themen wie Krieg, Vertreibung und Verletzung von Menschenwürde sind auch heute allgegenwärtig und erreichen die Kinder über Nachrichten oder den Kontakt zu Flüchtlingskindern. Auch die Gefahr, sich von Ideologien, falschen Versprechungen und unwahren Informationen vereinnahmen zu lassen, wird nicht geringer. Das Wissen um die Geschichte kann helfen, derartige Gefahren zu erkennen“, betont Stefanie von Ehrenstein, Leiterin des SWR Kinder- und Familienprogramms.

„Der Krieg und Ich – Kindheit im Zweiten Weltkrieg“ ist eine Koproduktion von SWR und LOOKS Film & TV Produktionen GmbH. Zu den internationalen Partnern zählen ARTE, BBC, Česká televize, TV Polska und Toto Studio. Die Serie wird gefördert von MDM Mitteldeutsche Medienförderung und Creative Europe MEDIA, dem Medienförderprogramm der EU. Eine begleitende Ausstellung und ein digitales Lernspiel sind in der Planung.