Der Fall Rohwedder

Der Fall Rohwedder

Wer erschoss den Treuhandchef?

20 Jahre nach dem Mord an Rohwedder ist der Fall noch immer ungelöst

Ostermontag, 01. April 1991: Detlev Karsten Rohwedder wird im Arbeitszimmer seines Düsseldorfer Wohnhauses erschossen. Zum Zeitpunkt seines Todes war Rohwedder Chef der größten Holding der Welt - der Treuhandgesellschaft in Berlin, deren Aufgabe darin bestand, die rund 8000 DDR-Betriebe nach der Wende zu privatisieren. Die Hintergründe der Tat liegen bis heute im Dunkeln. Weder wurden seine Mörder gefasst, noch sind die Namen der Täter bekannt. Vieles ist bis heute ungereimt: So war ausgerechnet das Arbeitszimmer des Treuhandchefs nicht mit schussfesten Glas gesichert worden.

Klare Hinweise, die im Vorfeld des Anschlags auf ein bevorstehendes Attentat hätten aufmerksam machen können, wurden ignoriert. Am Tatort findet die Polizei ein Bekennerschreiben der Rote Armee Fraktion. Ein Jahre später durchgeführter DNA-Abgleich führt zu Wolfgang Grams, einem der führenden Mitglieder der Dritten Generation der RAF. War Grams in der Lage, einen solchen Präzisionsschuss auszuführen wie den, der Rohwedder tödlich traf? Oder wurde am Tatort eine falsche Spur gelegt? War vielleicht etwa die Staatssicherheit der ehemaligen DDR in den Fall verwickelt?

Der Film rollt den "Fall Rohwedder" noch einmal neu auf - untersucht die Hintergründe des Attentats, wertet geheime Akten aus und spürt den möglichen Tätern nach. Gemeinsam mit Ermittlern, Experten und prominenten Zeitzeugen wie Lothar de Maiziere, Wolfgang Schäuble und Theo Waigel rekonstruiert die Dokumentation ein ungewöhnliches Verbrechen.