Hoffen zwischen Tod & Leben

Hoffen zwischen Tod & Leben

Vergebliches Warten, unendliche Trauer, hektische Organentnahmen, dankbare Freude, verzweifeltes Grübeln – der Alltag der Organspende und -transplantation ist voller emotionaler Extreme. Über ein Jahr begleiteten Autor Till Lehmann und Kameramann Lutz Hofmann Menschen, die mit solchen Extremen umgehen müssen.

Die Dokumentation liefert einen intensiven Einblick in den Alltag derjenigen, die auf eine neue Lunge, ein neues Herz warten. Das Team ist bei Menschen, die seit Jahren mit einem Spenderorgan zurecht kommen müssen, zeigt, wie sich der Alltag nach einer Transplantation verändert hat. Zu Wort kommen Angehörige, die einer Organentnahme zustimmten. Sie reflektieren darüber, ob es wirklich ein Trost ist, dass Herz, Leber oder Lunge in anderen Menschen weiter leben.

Begleitet werden die Ärzte der Deutschen Stiftung Organtransplantation, die sich um die Organisation der Organspende kümmern. Sie sprechen mit der Familie des Verstorbenen, übermitteln die Daten des Spenders an die Vermittlungszentrale und koordinieren die Entnahme und den Transport der gespendeten Organe. Das Kamerateam ist bei Organentnahmen und -verpflanzungen dabei und erhält einen authentischen Einblick vom Alltag in den Kliniken. Von der Hektik bei Entnahmen, von der Anspannung bei Transplantationen.

Die Dokumentation zeigt die unterschiedlichsten Facetten des Themas Organspende und -transplantation. Die Erfolge, die emotionalen Konflikte, die Unbehaglichkeiten und Ängste. „Hoffen zwischen Tod und Leben“ ist keine pädagogische Botschaft für mehr Spendenbereitschaft. Vielmehr ist es eine hautnahe Betrachtung einer Welt, die im Alltag so weit weg scheint.

Gewinner des Medienpreises Mecklenburg-Vorpommerns 2006

 

Pressestimmen

„Diese Dokumentation berührt, ist nachdenklich, macht nachdenklich.“
Der Tagesspiegel, 13.02.2006

„Es ist ein sehr intensiver, ein sehr einfühlsamer Film geworden, auch weil die Kamera auf jede Effekthascherei verzichtet und der Autor sachlich und ohne zu agitieren über die Problematik von Organtransplantationen berichtet.“
Berliner Zeitung, 13.02.2006

„Es ist ein aufwühlendes Thema, dem sich der Regisseur Till Lehmann und der Kameramann Lutz Hofmann mit großer Sach- wie Menschlichkeit gewidmet haben.
“Süddeutsche Zeitung, 13.02.2006

„Sie erzählt ohne Pathos und Entwürdigung vom Leben und Leidenszustand der Erkrankten, für die ein halbwegs normaler Alltag schon lange nicht mehr möglich ist. Regisseur Till Lehmann gelingt es eine Sachlichkeit aufrecht zu erhalten, bei der man mitfühlen kann.“
Berliner Morgenpost, 13.02.2006